Auf dem Weg in den Etosha Nationalpark

78_22630_1368

Früh morgens geht es los. Wir unterbrechen nur um kurz in einem Internet Cafe Emails abzuholen und Berichte online zu stellen. Danach geht es weiter in Richtung Etosha. Der Weg ist lange, aber ohne große Zwischenfälle.

Vom Internet Cafe aus hatte ich beim NWR angerufen und wollte einen Campingplatz in Namutoni, eines der Camps im Etosha, reservieren. "Da ist noch viel frei.", bekomme ich an der Hotline gesagt, "Fahren sie doch einfach hin und buchen dort.".

Und nun ist es soweit. Am Gate zum Nationalpark fülle ich die Papiere aus. Danach gleitet der blaue Klaus durch den Park. Für uns ist es DER Park. Hier waren wir das erste mal in einem der großen, afrikanischen Nationalparks. Der Etosha. Damals konnten wir einige Löwen, einen Leoparden und unzählige, andere Wildtiere beobachten. 

Der Etosha Nationalpark besteht aus mehreren Salzpfannen um die man ein Schutzgebiet errichtet hat. An vielen natürlichen und künstlichen Wasserlöchern kann man das Treiben der Tiere beobachten.

Wir fahren im ehemaligen Fort Namutoni ein. An der Rezeption frage ich nach einem Campingplatz. "Alles ausgebucht.", bekomme ich als antwort. "Danke NWR", denke ich. "Aber wir haben noch ein Zimmer. 120 €. Ich gebe ihnen 50% Rabatt.", sagt die freundliche Mitarbeiterin. "60 € ist ja recht günstig", gebe ich zurück, worauf sie antwortet, "Nein - 120 € da sind die 50% Rabatt schon drin.". Mir fällt der Kiefer runter. 

Aber der NWR macht auch vor dem Etosha nicht halt. Die irren Anwandlungen von Preis / Leistung Verhältnissen sind der Hammer. Wir nehmen das Zimmer trotzdem. Morgen und übermorgen kommen wir im Halali - Camp unter. Dort können wir wieder campen. Buchen können wir das von hier allerdings nicht. Das müssen wir morgen vor Ort machen.

Wir fahren auf den uns zugewiesenen Parkplatz. Dort stehen Elektrobuggies bereit die uns zu unserer Unterkunft bringen sollen. Wir packen unsere Sachen die wir für die Nacht brauchen und machen es uns in einem der Buggies gemütlich. Der Chauffeur gibt Gas. Elektro ist schön leise.

Aber bis zu unserer Unterkunft kommen wir nicht. Hier geht es nur über Holzstege hin. Der Chauffeur lädt unsere Sachen vom Buggy auf einen Bollerwagen und der holt über die Holzstege alles nach, was der Elektrobuggy versäumt hat. Das Ding ist irre Laut. Bollert praktisch von einer Latte zur anderen. Die Verkehrsberuhigung mittels Elektrofahrzeug hätte sich der NWR sparen können.

Ein Chalet mit einem 3 Meter hohem Zaun aus Baumstämmen ist unser Domizil. Designer - Waschbecken und im Boden versenkte Badewanne gehören zum Interieur. Nichts was man braucht. Eine schöne Aussicht wäre mir lieber gewesen. Ich kann keine 2 Meter weit aus dem Panoramafenster im Bad schauen, dann kommt schon der 3 Meter hohe Hühnerkäfigzaun. Wer das wohl verplant hat ?

Jetzt merken wir das wir etwas vergessen haben. Also marschiere ich zurück zum Auto. In die Richtung gibt es natürlich keine Buggies. Das Problem ist nicht die Entfernung, sondern das ich nicht aufgepasst habe wo der Kerl hingefahren ist. Ich suche mir den Rückweg. 

Am blauen Klaus angekommen suche ich ein paar Fressalien, den Kocher und den Topf raus. Der Buggy hält schon neben mir. Ich winke ab, gehe lieber zu Fuß, noch so ein Bollerwagen mag ich mir nicht antun. Bepackt wie ein Esel kämpfe ich mir den Weg zu unserem Chalet. 

Wir machen uns noch ein paar Eier mit Brot, dann geht es ins Bett. Die Panoramaschiebetür zum Chalet schließt nicht richtig. Mücken surren. Danke NWR. Toll geplant.

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com