Auf dem Weg nach Maun

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Wir verlassen Papalye in Richtung Maun. Maun ist das Gateway zum Okanvango Delta. Im Delta werden wir 5 Tage verbringen und davon 3 Tage mit dem Mokoro (Traditioneller Einbaum) unterwegs sein.

Die Straße zwischen Papalye und Maun ist in sehr guten Zustand. Ähnlich einer Bundesstraße bei uns. Wären da nicht die vielen Esel, Rinder und Ziegen auf der Straße. Alle hundert Meter steht eine kleine Gruppe Tiere am Straßenrand oder sogar auf der Straße. Am Anfang fahren wir extrem vorsichtig, doch mit der Zeit lernt man die Situation einzuschätzen. 

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Von allen drei Tierarten sind die Esel anscheinend die Schlausten. Manche von ihnen schauen sogar richtig nach links und rechts bevor sie die Straße überqueren. Solange es keine Jungtiere sind machen wir uns bei ihnen bald keine Gedanken mehr und fahren einfach vorbei.

Kühe sind berechenbar. Wenn sie laufen, dann laufen sie. Wenn sie stehen, dann bringt sie auch nichts so schnell zum Laufen. Bei Kälbern sind wir allerdings auch hier sehr vorsichtig. Wenn die Mutter auf der anderen Straßenseite steht, dann kann es sein, dass sie doch noch Gas geben und die Straße überqueren.

Ziegen sind zickig. Sie einzuschätzen ist schwer. Vorsicht ist da besser als Nachsicht.

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Aber so viele frei rumlaufende Tiere übertragen natürlich auch Krankheiten. Hier in Botswana ist die Maul und Klauenseuche noch ein echtes Thema. Zu ihrer Bekämpfung gibt es Veterinärzäune mit ihren Grenzübergängen.

An manchen der Übergänge werden Fahrzeuge kontrolliert. So wie wir am Übergang kurz vor Maun.

Es gibt zwei Stopschilder. Wir halten am ersten. Die Polizistin durchsucht noch den Wagen vor uns. Er darf passieren. Sie winkt uns heran. Wir bekommen ein paar Fragen gestellt. Das Woher und Wohin ist schnell geklärt. Dann müssen wir aussteigen und mit unseren Schuhen durch ein desinfizierendes Bad laufen. Das Zeug macht keinen gesunden Eindruck. Danach fahren wir mit dem Auto durch ein Bad. Damit werden die Räder desinfiziert. Zum Glück wird unser Auto nicht nach Fleisch oder Milchprodukten durchsucht. Wir können passieren.

Maun ist keine Metropole oder schöne Stadt, aber sie ist wichtiges Versorgungszentrum für die Umgebung. Deshalb bekommt man hier fast alles was man so braucht. Wir schauen uns den Airport an, damit wir morgen wissen wo wir hin müssen. Das Häuschen der Delta Air ist schnell gefunden. Die Jungs werden uns morgen mit einem kleinen Flieger in das Okavango Delta bringen.

Nun fehlt nur noch die Übernachtungsmöglichkeit. Wir haben im Reiseführer das Sedia Hotel ausgemacht. Hier gibt es alles was man braucht. Internet, Restaurant und einen Ort an dem man schlafen kann. Wir nehmen uns für die eine Nacht ein Chalet. Wir müssen noch unsere Sachen umräumen. Im Flieger zum Delta sind nur 12 kg Gepäck erlaubt. Der Rest bleibt im blauen Klaus am Airport zurück.

Nachdem alles gepackt ist schauen wir noch etwas Fußball. Ein kühles Windhoek Lager geht auch noch. Plötzlich flizzt was durch die Decke. Ich nehme an es ist eine Ginsterkatze. Sie macht ein Spektakel. Anscheinend jagd sie etwas.

Trotzdem fallen irgendwann die Augen zu. Morgen früh geht es in die Luft...


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