Auf der C13 in Richtung Süden

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Eine ruhige Nacht liegt hinter uns und die ersten Camper verlassen Klein Aus als wir unser Dachzelt öffnen. Mit mittlerweile gewohnten Handgriffen geht der Gaskocher an, die Schlafsäcke werden eingepackt, das Dachzelt klappt zusammen. Heute geht es Richtung Süden.

Nach unserem "Guten Morgen" - Müsli verlassen auch wir Klein Aus in Richtung Aus. Dort wird getankt und wir fahren auf die C13 auf. Der nächste Ort auf der Landkarte ist Rosh Pinah. Rosh Pinah - Das ist die Bergbaustadt der Skorpion-Zink-Mine. Hier wohnen ca 2500 Menschen und man kann mal sehen was möglich ist, wenn an einem Ort Geld fliesst. 

Rosh Pinah erinnert an einen amerikanischen Wohnpark. Lauter kleine Häuser der selben Art und Bauweise, Medizinische Versorgung vor Ort, Schule, Kindergarten und ein Supermarkt der kaum Wünsche offen lässt. Die Parallelen zu Kolmanskuppe sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn es etwas zu holen gibt, dann wird auch in die Menschen investiert.

Im Supermarkt füllen wir unsere Vorräte auf und am ATM (Bankautomat) unseren Geldbeutel. Die nächsten Tage wird es hierfür keine Möglichkeit geben. Kurz hinter Rosh Pinah geht die C13 in eine Sandpiste über. Der blaue Klaus ist in seinem Element. 

Die Straße führt durch den Ai-Ais und Fish River Canyon Nationalpark. Am Eingang tragen wir uns in eine Besucherliste ein. Die Mitarbeiterin des Nationalparks spricht kaum Englisch. Wir verständigen uns mit Händen und Füßen bis sie die Schranke öffnet.

Die Straße wird nun zur Berg und Talbahn. Wir winden uns durch eine schroffe Landschaft bis vor uns der Oranje auftaucht. Hier ist der Oranje ein flacher, vor sich hinplätschernder Fluss in einem breiten Flussbett. Wir beobachten Reiher und Kormorane, machen einige Bilder. Ich packe zum ersten mal den Panorama - Stativkopf aus. 

Panorama - Oranje River

Auf der weiteren Fahrt passieren wir den Fish River, der hier in den Oranje mündet. Elfi entdeckt auf einem Stein drei Kingfisher. In Afrika gibt es mehrere Sorten von Kingfishern, aber auch bei uns in Deutschland gibt es einen dieser Gattung - den Eisvogel. Die drei gehören zu den Pied Kingfishern und sind nicht so bunt wie unser Eisvogel, dafür aber etwas größer und mindestens genauso lustig zu beobachten.

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Wir treffen in Ai-Ais ein. Hier gibt es thermale Quellen in denen man Baden kann. Für den Campingplatz ist der NWR zuständig. Während die stark genutzten Einrichtungen des Campingplatzes (Duschen, Spülbecken, Stromanschlüsse, ...) langsam verfallen oder überhaupt nicht mehr funktionieren hat der NWR ein modernes, tip-top Hallenbad gebaut. Wofür man allerdings ein Hallenbad in der Wüste braucht, wenn man einen Outdoor - Pool hat ist uns schleierhaft. Das Management erinnert an Hardap Damm.

Nichts desto trotz schlagen wir unser Camp auf. Während dem Essen beobachten wir einige neue Vögel und Nagetiere die unseren Krümeln auflauern. Der Thermalpool ist die ganze Nacht nutzbar und mit auftauchen der ersten Sterne am Firmament tauchen unsere Füße in das warme Thermalwasser. Mit dem Gesicht zum Himmel gerichtet treiben wir im Pool und genießen die romantische Wüstennacht...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com