Auf in die Baumkronen

40_11885_224

Sie will meinen Ausweis sehen. Die Nationalpark - Mitarbeiterin in der Rezeption gibt meine Ausweisnummer in einen Computer ein. Wir haben ohne Permit im Nationalpark geschlafen, aber das ist für sie kein Problem. Sie will uns nur einchecken. Ich hab für die letzte und die nächste Nacht reserviert. Sie zieht noch unsere Wildcard durch den Computer und alles ist im grünen Bereich.

Wir verlassen den Nationalpark und lenken den blauen Klaus in Richtung Stormsriver Village. Hier haben wir bei Tsitsikamma Canopy Tours einen Trip durch die Baumkronen des Tsitsikamma Forest gebucht. Wir werden uns an Seilen durch den Urwald gleiten lassen. dabei werden wir einzelne Strecken von knapp 100 Metern zurück legen und knapp 30 Meter über dem Urwaldboden schweben. 

Stormsriver Village macht einen komischen Eindruck. Es erinnert ein bisschen an ein Dorf von Althippies. Nur das die Hippies hier anscheinend Elvis - Fans sind.

41_11973_64

In der Garage neben dem Elvis - Tupelo House stehen zwei Cadillacs und etwas weiter die Straße runter ist die Filiale der Canopy Tour Company.

41_11971_62

Wir treffen unseren Guide und die anderen Tourmitglieder. Wir werden eingewiesen. Mit einem Beamer zeigt uns der Guide vorauf wir achten müssen und erzählt uns etwas über den Urwald und seine Bewohner. Danach geht es in einem 4x4 in den Wald.

40_11877_216

Mit Helmen und Kletterzeug stehen wir im dichten Wald. Auf einer kleinen Holzplattform beginnt die Tour. Wir stellen uns hinten an. Nach ein paar Minuten ist Elfi dran. Der Guide klingt ihre Halterung an das Laufseil. Ein Sicherungskarabiner ist noch am Baum verankert während der Zweite an einem zweiten Sicherungsseil über dem Laufseil eingehängt ist. Erst danach wird sie vom Baum entsichert. Dadurch ist gewährleistet das sie jederzeit doppelt gesichert ist. Nun greift sie mit der linken Hand an die Aufhängung. Die rechte Hand, durch einen dicken Handschuh geschützt, legt sie hinter die Laufräder auf das Seil, um dort als Bremse zu nutzen. Sie saust in den nächsten Baum um dort auf einer Plattform zu landen. 

40_11897_236

40_11898_237

Nun bin ich dran. Auch meine Hand liegt auf dem Seil um zu bremsen. Es ist ein komisches Gefühl, als ich die Bein anziehe und die Rollen der Schwerkraft nachgeben. Das Seil gibt etwas nach. Ich sinke nach unten und beschleunige. Die Rollen surren. Und ehe ich mich versehe schwebe ich 30 Meter über dem Urwaldboden um nur wenige Sekunden später auf eine Plattform zu zufliegen. Die rechte Hand drückt von oben auf das Seil. Zugreifen darf sie während der Fahrt nicht, sonst könnte ich mir den Arm auskugeln. Meine Beine spüren den Plattformboden als die Fahrt stoppt. Instinktiv greift meine Hand nun nach dem Seil, denn ich drohe Rückwärts wieder davon zu schießen. Ich ziehe mich die Plattform hinauf. Angekommen. 

41_11915_6

41_11919_10

41_11923_14

41_11928_19

Es macht richtig Spass. Zwischendurch erklärt uns der Guide was, wie und wo im Urwald kreucht und fleucht. Er zeigt uns riesige Farne und wir entdecken einige Vögel.

Die Plattformen sind so an die Bäume gebaut, dass sie dem Baum nicht Schaden. Es wurden keine Nägel verwendet und nach Abbau der Plattformen bleiben keine Schäden an den Bäumen. Die Tour ist leider viel zu schnell beendet und wir fahren zurück ins Camp. 

Zu Fuß geht es noch ein Stück durch den Park, aber das Wetter schlägt um. Hier, am Meer, wechselt das Wetter innerhalb weniger Minuten. Es gibt hier den Ottertrail. Ein Wanderweg den man eigentlich 5 Tage läuft. Knapp 60 km schlängelt er sich an der Küste entlang. Wir wollen morgen ein Stück vom Ottertrail laufen bevor wir nach Port Elizabeth weiterfahren...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com