Auf nach Südafrika

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Der namibische Grenzbeamte sitzt genervt in seinem alten Holzstuhl. Wir füllen unsere Ausreiseformulare aus und reichen sie ihm rüber. Er fängt an zu maulen als er sieht das ich das Feld "Occupation" vergessen habe auszufüllen. Wir nehmen es gelassen. Einige Minuten später trudelt der blaue Klaus mit seinen Insassen an der südafrikanischen Grenze ein.

Wir werden auf einen Parkplatz eingewunken der Motor geht aus und der freundliche  südafrikanische Grenzbeamte fragt uns, "Anything to declare ?". Ich antworte mit einem kurzen, "No" und er bohrt weiter, "No Meat ?". "No we are vegeterians", antworte ich ihm. Eine weitere Grenzbeamtin lacht und fragt, "Wer do you come from ?". "Germany. Frankfurt", antworte ich und sie lacht und begrüßt uns mit einem, "Guden Daag - Is that right ?". Ich lache und antworte, "Absolute".

Wir bekommen ein Formular mit drei Feldern für verschiedene Stempel. Die Felder sind nummeriert. Die Türen des Verwaltungsgebäudes haben ebenfalls Nummern. Hinter jeder Tür wartet ein Stempel. Man merkt, dass in Südafrika wesentlich organisierter gearbeitet wird. Auch stehen hier Schwarze und Weiße mit den selben Abzeichen an der Brust hinter einem Tresen.

Hinter Tür Nummer 1 kommen wir zur Passkontrolle. Der Stempel saußt auf unser Formular und wir sind in weniger als 5 Minuten wieder auf der Straße um zu sehen was uns hinter Tür Nummer 2 erwartet. Auf dem Weg dorthin saust ein Perlhuhn an uns vorbei.

Hinter Tür Nummer 2 kommen wir zum Zoll. "Nothing to declare", gebe ich von mir als auch schon der zweite Stempel auf das Formular saust.

Im "Törchen Nummer 3" erwartet uns die Polizei. Sie erkundigt sich bei uns wer wohl die WM gewinnt. "Deutschland", antworte ich und füge an, "Im Endspiel gegen Südafrika mit 7:6 im Elfmeterschießen". Er lacht und hämmert uns den Stempel aufs Papier.

Wir werfen unser Formular in den dafür vorgesehenen Kasten und sind nun offiziell in Südafrika. Land Nummero 2 wir kommen.

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Die Südafrikaner die wir auf unserem Weg durch Namibia getroffen haben waren alle der Meinung das es um diese Jahreszeit im Namaqualand nichts zu sehen gibt. Erst im Frühjahr, wenn die Blumenwiesen wie Phönixe aus dem Staub der Wüste spriessen, dann ist Namaqualand interessant. Aber Namaqualand liegt nun mal auf unserer Route und wir wollen nicht einfach durchrauschen. Wir beschließen anstatt in den Namaqua NP zu fahren im Goegap Nature Reserve zu nächtigen. Der Park ist so etwas wie "Klein Namaqua NP". Er liegt näher an der N7. Wir müssen keinen großen Umweg fahren und der Campingplatz ist weit und breit der schönste (klein, ohne Strom, aber in schöner Natur und ruhig).

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Nach der langen Fahrerei gehen wir noch eine Runde im Reserve wandern. Rund 3 Stunden sind wir auf einem Trail der uns durch die für Namaqualand typische Vegetation führt. Rockdassies, dicke Käfer und Agamen begleiten uns als wir durch Steinkluften und unter Findlingen durch krabbeln. Wir geniessen den Sonnenuntergang.

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Nach dem Abendessen gibt es noch meinen Geburtstagskuchen in Form von Bananenmuffins. Die Dinger schmecken gar nicht schlecht, allerdings nicht nach Bananen.

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Morgen werden wir in die Cedernberge weiterfahren. Dort warten die Wolfberg Cracks auf uns...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com