Auf Wiedersehen - Delta

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Wie Bomben donnert es auf unser Zelt. Jeden Abend schlafen sie in den Bäumen über dem Lodgegelände. Paviane sind schlau. Hier, unter den Menschen, droht ihnen kein Leopard. Allerdings droht uns eine Kopfnuss. Den jetzt am frühen Morgen ernten sie Palmnüsse. Und das direkt über unserem Zelt. So manche Palmnuss donnert dabei auf unser Zelt.

Geduckt. Mit einem Blick nach oben hüpfe ich aus dem Zelt. Elfi ist schon im "Badezimmer". Wir sind noch einmal mit MD verabredet. Wir gehen auf Exkursion. Ziel ist die Fishing Owl, eine Eule die Nachts Fische fängt. Sie zu sehen ist nicht so einfach, aber hier besteht die Chance. Die Tiere jagen direkt in der Nähe der Lodge und MD kennt ihre Schlafbäume.

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So schieben wir uns im Sonnenaufgang ein paar Muffins rein. Dazu der nötige Kaffee. Danach schlurfen wir über das Rollfeld der Lodge in Richtung Schlafplätze. Auf dem Rollfeld treffen wir wieder die "Nüsseschmeisser". Auch die Paviane starten in den Tag und verlassen die Lodge.

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Kurz hinterm Rollfeld biegen wir in das Gebüsch ab. Nach nur wenigen Metern stehen wir unter einem Marula Baum. Die Mutter aller Amarula - Flaschen (Likör). Wir schauen uns die vernarbte Borke an. Die Elefanten haben am Stamm ganze Arbeit geleistet. Auch sie mögen die Früchte.

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Keine 5 Bäume weiter fängt MD an die Baumkronen abzusuchen. Und tatsächlich. Hoch über uns sitzen zwei Fising Owls im Kronendach. Wir bestaunen die Tiere. Unfassbar das sie in der Nacht die Fische im Okavango erkennen können. Aber sie haben auch riesige Augen. Perfekt für ihren Job.

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Wir beobachten die Tiere einige Minuten. Dann verabschieden wir uns in Richtung Frühstück. Im Camp ist auch schon unser Pilot. Auch er nimmt noch einen Kaffee bevor wir uns in Richtung Flieger begeben. 

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Diesmal ist das Flugzeug noch ein bisschen größer. Wir holen auf dem Rückweg noch andere Gäste an einer anderen Lodge ab. Super. Mehr Zeit zum Bilder machen. Wir fotografieren den kompletten Flug über. Die Landschaft ist ein Traum aus Wasser, Bäumen und Schilf.

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In der klarsten Luft können wir unter uns die verschiedensten Muster in der Landschaft genießen. Trampelpfade die sich wie Wasserstraßen durch das Delta ziehen.

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Manchmal sieht man einige Tiere. So wie den Elefanten der sich gerade unter uns seinen Weg durch die Büsche sucht.

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Plötzlich tauchen ein paar Hütten auf. Danach sind es schon richtige Häuser. Und kurz darauf landet unsere Maschine auf dem Maun Airport.

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Wir verlassen das Airportgebäude erwartungsvoll in Richtung Parkplatz. Der blaue Klaus ist noch da. Der rechte Vordereifen ist wie immer platt, aber das ist schnell behoben. Wir fahren zum Sedia Hotel. Diesmal schlafen wir auf dem Campingplatz. Wir räumen unsere Sachen wieder um. Danach gibt es Pizza. Danach gibt es Fussball. Dabei gibt es noch eine Pizza und ein Windhoek Lager. Wir feiern das Ende eines absolut geilen Erlebnisses. 

Das Okavango Delta ist ein Ort der absoluten Artenvielfalt. Der Ort an dem der Okavango in der Kalahari versickert ist ein Platz des Lebens. Im Kreislauf des Lebens ist jeder Tod der Anfang eines neuen Leben. Nichts verkommt. Nichts wird verschwendet. Und hier im Okavango Delta - hier stirbt ein ganzer Fluss.

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com