Der Weg in die Cederberge

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Wir verlassen das Namaqualand. Zurück auf der N7 geht es weiter in Richtung Süden. Das Land wird grüner. Aber nicht nur grün, sondern auch andere Farbtöne gesellen sich zwischen die Büsche.

Unterwegs füllen wir noch einmal Vorräte auf. Im Supermarkt hängt alles voll mit Flaggen. Südafrika ist voll im WM - Fieber. Neben den Tröten gibt es auch Helme, Flaggen fürs Auto und Spiegelüberzüge für die Autospiegel zu kaufen. Und alles in den Farben eines jeden, teilnehmenden Landes.

Kurz vor Clam William taucht die erste Landwirtschaft auf. Hier gibt es vor allem Wein und Zitrusfrüchte. Der blaue Klaus nimmt die Abfahrt Clan William und wir fahren die Touristeninformation an.

Wir sammeln ein paar Prospekte und eine Karte der Umgebung ein. Unser nächster Stop ist der Campingplatz Sandrif. Die Mitarbeiterin gibt uns Tips wie wir dort hinkommen. "Das sind alles Schotterpisten, aber in einem sehr guten Zustand.", gibt sie uns mit auf den Weg. 

Wir fahren am Clan William Stausee entlang in die Berge. Auch hier werden Wein und Orangen angebaut. Die Straße windet sich immer mehr auf und ab, rechts und links. Es wird gebirgig.

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Erste Schlaglöcher tauchen auf. Einige Paviane sitzen an der Piste und plötzlich - ein Afrikaner neben einem Warnschild. Sein Auto steht einige Meter weiter. Das komplette Vorderrad hängt aus dem Radkasten. Dem erzähle ich jetzt nicht, dass die Straßen in einem guten Zustand sind.

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Wieder und wieder sehen wir Gebiete in den unzählige gelbe Blumen blühen. Manchmal zieht sich ein Bach an der Straße entlang der kristallklares Wasser führt. Trotz blauen Himmel wird es auch etwas kühler. Die Landschaft erinnert mehr an Kanada als an Afrika.

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Wir sind mittlerweile bei fast 1500 Meter Höhe angekommen. Manchmal gibt es hier Schnee. Wir fahren über eine Hochebene. Hier erinnert die Landschaft eher an die Mongolei.

In Sanddrif angekommen fahren wir auf ein Weingut. Hier bekommen wir unseren Hiking - Permit und wir tragen uns auf dem Campingplatz ein. Die nette Frau im Office erzählt uns das ihr Cederberg - Wein auch in deutschen Supermärkten erhältlich ist. 

Anhand einem Bild auf ihrem PC erklärt sie uns wie wir den Eingang in die Wolfberg Cracks finden (Felsspalten). "Es ist nicht so einfach zu sehen. Hier müsst ihr an der Felswand entlang, oder durch diesen Kamin nach oben klettern ...", erklärt sie. Nach der langen Fahrt sind wir nicht mehr ganz aufnahmefähig. Wir verabschieden uns.

Keine 500 Meter weiter biegen wir auf den Campingplatz ein. Jetzt sind wir endgültig in Kanada angekommen. Eine dicke Laubschicht liegt auf unserem Platz, der von Eichen und Pappeln umrahmt ist.

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Aber auch die Temperaturen sollen noch herbstlich werden, mit 4° C wird die Nacht die kälteste die wir bis jetzt auf unserem Trip hatten. Morgen geht es in die Cracks...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com