Die Abreise aus Hardap Dam

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Der Morgen bricht an. Ich bin im Gesang der Afrikaner eingeschlafen. Die Nacht war ein einziger Traum. Ein gutes Frühstück peppt uns auf um die lange Reise nach Duwisib Castle erfolgreich in Angriff zunehmen.

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Ich spüle die Reste des Geschirrs als unsere Zeltnachbarn an den Spülen aufschlagen. Sie ist Deutsch - Namibierin und er spricht nur brockenweise Deutsch. Ein Unterhaltung kommt zu Stande. Sie sind zum Angeln hier und haben es auf Karpfen und Welse abgesehen. Ich komme nicht darum sie nach der Anlage zu fragen. Ich möchte gerne wissen warum in dieser großen Anlage kaum Menschen sind. 

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Ich erfahre das die Anlage ursprünglich von Weißen gebaut worden ist und früher tip top in Schuss gehalten worden ist. Als meine Gesprächspartnerin noch im Kindesalter war war die Anlage stark genutzt, doch seit der NWR die Anlage übernommen hat verkommt alles. Natürlich sind uns auch die dreckigen Toiletten und Waschräume aufgefallen. In vielen Einrichtungen ist kein Licht vorhanden und die Auskünfte im Office zu Uhrzeiten hatten wir schon im Blog geschrieben. Alles was meine Gesprächspartnerin mir erzählt passt zusammen. Wir fahren auf unserem Weg aus dem Camp am geschlossenen Camp - Restaurant vorbei. Wir steigen kurz aus um ein paar Bilder der Staumauer zu machen. Und wirklich auch hier eine Anlage die sich vor europäischen Standard nicht verstecken braucht. Eine tolle Panoramaaussicht über den kompletten See und doch ist alles geschlossen und im Begin der Verfalls. Schade eigentlich.

Wir sind zurück auf der Straße. Wir passieren Mariental und Maltahöhe. In der Ferne glaube ich Regenwolken ausgemacht zu haben und Teilweise sind in senken mitten in der Halbwüste Wasseransammlungen.

Langsam umfahre ich eine von ihnen. Elfi schaut mich an und meint, "Das ist die nicht leicht gefallen, oder ... da wärst du doch bestimmt gerne durchgerauscht.". Eigentlich war ich nicht auf die Idee gekommen. Aber jetzt wo du es sagst....

Elfi steht mit der Kamera am Pistenrand. Ich fahre zurück. Langsam fahre ich durch die  mit Wasser gefüllte Senke. Tief, aber nicht zu Tief. Ich nehme Anlauf und heize mit 50 Sachen in die Senke. Nichts. Nichts mehr zu sehen. Das schlammige Wasser bedeckt die Frontscheibe und ich suche zum ersten mal die Scheibenwischanlage im "Blauen Klaus". Ich kann Elfi von aussen lachen hören. Der "Blaue Klaus" wurde zum "Schlammigen Klaus". Das Foto hat gesessen. Spielkinder in der Kalahari.

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Ich putze die Scheiben provisorisch mit Taschentüchern und weiter gehts. Nach einer Weile kommen wir in Duwisib Castle an. 

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Duwisb wurde im Jahre 1908 von Baron von Wolf gebaut. Das kleine Schloss steht im Kontrast zu allem anderen in Namibia. Dieser Baron von Wolf hat auch Pferde nach Duwisib gebracht. Heute geht man davon aus das die Wildpferde in den Tirasbergen und in der Namib von diesen Pferden abstammen.

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Viel gibt es nicht zu sehen, aber es ist ein lohnender Stop nach einer langen Fahrt. Die Innenarchitektur ist sehr deutsch und erinnert an manch ein Schloss im eigenen Lande.

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Eigentlich wollten wir hier eine Nacht verbringen, aber wir haben nur noch 60 km bis zu Koiimasis Ranch in den Tirasbergen und es gibt kein Grund lange in Duwisib zu bleiben. Wir fahren weiter. 

Am späten Nachmittag biegen wir in das Gate der Ranch ein. Jetzt sind es nur noch 20 km Tiefsandpiste bis zur Ranch. Wir haben Glück. Ein Campingplatz ist frei.

Die Ranch ist ein Paradies. Jegliche Form von Hühnern, Strauße, RInder, Pferde, Hunde, Vögeln und einige Wildtiere in Not tummeln sich auf dem Anwesen in einer unglaublichen Landschaft. 

Wulf - der Besitzer - begrüßt uns freundlich. Eigentlich war ich gekommen um Wildpferde und Landschaftsfotografien zu machen, aber als Wulf erfährt das ich Pferdefotograf bin war ich schon für die nächsten 4 Tage eingeplant.

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So bauen wir unser Camp in einer einmaligen Anlage auf und genießen den ersten Sonnenuntergang der die Berge in ein so intensives rot färbt, dass man es nicht glaubt, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat.

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Mal schauen was die 4 Tage bringen ...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com