Die Werkstatt, der Diaz Point und Klein Aus - Vista

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"Wir sind leider noch nicht fertig.", erklärt uns Plietz. "Mein Bruder hat auch noch die Bremsen erneuert. Damit währt ihr keine 5000 Kilometer mehr gekommen. Außerdem haben wir auch noch die Tankanzeige repariert und die Schlauchschelle am Tank erneuert. Da tropft jetzt auch nichts mehr.", fügt er hinzu und für uns hört sich das wie eine komplette Inspektion an. Uns ist es nur recht. Wir wollen keine weiteren Probleme. 

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Während wir auf den Abschluss der Reparaturen warten schießen wir einige Bilder, dann wird uns langweilig und wir schlendern in den Spar - Markt um die Ecke und machen letzte Besorgungen. Wir nutzen die Zeit und schieben uns die letzten Calamaris in Ritzi's Restaurant rein.

Nun ist Klaus wieder bereit um Strecke zu machen. Wir bedanken uns bei den Leuten von Plietz Engineering. Sie waren eine echte Hilfe und ein Lichtblick für unsere "Karre". Wenn ihr jemals Probleme mit eurem Auto habt und zufällig in Lüderitz steht, dann seit ihr hier richtig.

Bevor wir jedoch wieder ins Landesinnere fahren halten wir am Diaz - Point an. Hier war der Portugiese Bartolomeu Diaz im Jahre 1488 an Land gegangen um mit seinem Schiff einer Schlechtwetter - Front aus dem Weg zu gehen. Der christliche Diaz hat auch sofort ein Steinkreuz aufstellen lassen und es dem Heiligen Jacobus zu widmen. Heute ist der Ort einfach eine wilder Küstenabschnitt der von Wind und Wellen gepeitscht einsam in den Atlantik ragt. Wir geniessen den starken Wind, sammeln Muscheln, machen Bilder, Atmen die Seeluft und Spüren den Atlantik bevor wir weiter ins Landesinnere zurück nach Klein Aus fahren.

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Die Strecke fährt sich fast von selbst. Der Wind macht uns nichts mehr aus und die Sandverwehungen halten sich in Grenzen. Wir geniessen die funktionierende Tankanzeige und fühlen uns wie Trucker die auf der schnurgeraden Piste einen Kilometer nach dem anderen Fressen. 

Doch irgend etwas ist anders. Da in der Ferne. Zwischen Wolken und Erde. Ein Nebel. Das scheint wirklich Regen zu sein. Mitten darin - ein Regenbogen. Hier in der Wüste.

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Wir fahren darauf zu. Und tatsächlich - ein, zwei, drei Tropfen landen auf unserer Windschutzscheibe. Aber der meiste Regen kommt nie auf dem Erdboden an. Verdunstet bevor er den Boden berührt.

In Klein Aus angekommen beziehen wir den Campingplatz. Für heute ist es genug. Der Reisverschluss des Dachzeltes schließt sich. Morgen geht es weiter in den Süden ...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com