Die Wildpferde von Koiimasis

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Ein komischer Geruch dringt durchs Zelt als ich in den Ärmel meines Hemdes schlüpfe. Und wir beschließen es wird Zeit für einen Waschtag. 

Mit unserer Faltschüssel bewaffnet hole ich Wasser und einige Minuten später dringt der frische Geruch unserer Sunlight - Waschseife durchs Camp. Waschen wie bei Großmuttern ist angesagt. Der Staub in den Klamotten färbt das Wasser rot.

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Wir sind mit Wulf und Wolfgang bei den Stallungen verabredet. Auf dem Weg dorthin geht es an der Staußenfarm vorbei. Die Kamera macht noch ein paar Bilder von den süßen Küken als wir unseren Weg fortsetzen.

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Wolfgang trainiert gerade ein junges Pferd. Wir gesellen uns stillschweigend dazu und bewundern seine Arbeit. 

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Es ist schön zu sehen mit welcher Geduld und Liebe hier mit den Tieren gearbeitet wird. Es gibt eigentlich keinen Termindruck. Alles nimmt seinen Lauf. Auch wir sind uns nicht sicher welcher Tag heute ist und wie lange wir eigentlich schon unterwegs sind. Die Auszeit scheint langsam zu wirken.

Der alte Landrover gräbt sich durch die Tiefsandpisten. Ein paar Gatter müssen geöffnet werden und vor uns liegt ein riesiges Tal. Das ist der Ort an dem mehrere Wildpferdeherden leben. Die Tiere leben hier seit etlichen Jahrzehnten vollkommen auf sich selbst gestellt. Die natürliche Auslese hat robuste Pferde entstehen lassen. 

Wieder und wieder bleiben wir stehen und suchen den Horizont mit dem Fernglas ab. Hier ein paar Strauße, dort ein paar Springböcke, sogar eine Falbkatze (afrikanische Wildkatze) springt durch das dürre Gras vor uns davon. Es dauert einige Zeit bis wir die erste Herde ausgemacht haben. Eine tolle Herde. 

Wir können mit dem Auto relativ nah an die Tiere heranfahren und schöne Fotos machen. 

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Am Ende des Tages haben wir drei Herden gefunden und etliche, tolle Bilder machen können. Ein kühles Windhoek Draught versüßt den Rückweg. Ein wirklich perfekter Tag. Eine der Herden hatte sogar ein Fohlen das noch keine 24 Stunden alt sein konnte. Es ist ein Traum Pferde, ein Symbol für Freiheit, in solch einer Freiheit erleben zu dürfen.

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Auf dem Rückweg kommen wir tiefer ins Gespräch und Wulf fragt uns ob Elfi nicht Lust hat morgen Rinder mit einzutreiben. Klar hat sie. Und ich mach die Bilder dazu ...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com