Ein Stück Ottertrail

47_13715_93

Wir wandern die Küste entlang. Folgen einem Pfad über urige Wurzeln von urigen Bäumen. Kommen an Höhlen vorbei und klettern Felsen hinauf. Die Strände die wir passieren sind gesäumt von Tang und Treibgut. Das ist der Anfang des Ottertrails.

Doch bevor wir losgehen können haben wir Besuch. Ich verlasse das Zelt und sehe, dass zwei Zeltplätze weiter ein stattlicher Pavian die Mülltonne ausräumt. Ich beobachte ihn kurz und wäge ab ob es ein Bild wert ist. Doch bevor meine müden Gedanken einen klaren Entschluss fassen können haben die Parkangestellten den Gesellen entdeckt und vertrieben.

Wir beginnen unsere Frühstückszeremonie. In Müsli und Joghurt vertieft erkenne ich eine dunkle Gestalt am Waldrand. Eine Zweite kommt hinzu. Die beiden Paviane steuern direkt das Zelt der Nachbarn an. Eine Frau sitzt davor. Schlürft einen Kaffee. Der eine der Beiden biegt um das Zelt. Ich bin nicht schnell genug an der Kamera. Er ist keine 3 Meter von der Frau entfernt. Er sieht ziemlich groß aus und die sitzende Frau ziemlich klein. Ein tolles Foto. Doch - Karte voll, und die Frau vertreibt ihn.

Der Andere hat ein Stück Melone oder Kürbis aus einem Mülleimer geklaut. Jetzt sind die Parkangestellten wieder zur Stelle. Sie jagen die Beide. Doch im Kampf Primat gegen Primat geht es heiß her. Keiner schenkt dem Anderen etwas. Die beiden Paviane wissen genau wo sie sicher sind. Zum Beispiel auf dem Dach der Ferienwohnung gegenüber. 

Genüsslich an seinem Gemüse kauend verhöhnt der Pavian die Angestellten und freut sich seiner tollen Beute. Solange das ohne Verletzte ausgeht (auf beiden Seiten) finden wir das noch witzig.

47_13626_4

Wir verlassen das Camp und fahren zum Ottertrail. Der Trail wird eigentlich über mehrere Tage gewandert und erfordert ein Permit. Der Anfang der Strecke kann allerdings als Tageswanderung ohne Permit gelaufen werden. 

Es sind nur 3 Kilometer bis zu einem Wasserfall und dann die selbe Strecke wieder zurück. Die 6 Kilometer wollen wir am Morgen laufen und anschließend nach Port Elizabeth weiterfahren. Es ist ein herrlicher Weg. Abwechslungsreich führt er durch den Tsitsikamma Urwald immer wieder an den Strand. Der Boden ist gesäumt von Wurzeln. Der Strand gepflastert mit großen Felsen. Das Grün des Waldes wird von Licht durchflutet und die Stimmen unzähliger Vögel werden von dem Rauschen der Wellen untermalt.

47_13644_22

Wir passieren eine kleine Höhle und kommen schließlich am Wasserfall an. Eine weitere Gruppe Wanderer springt dort in die eiskalten Fluten. Alles Irre. Aber ein lustiges Schauspiel wie sie zitternd aus dem kalten Wasser kommen.

47_13667_45

Wie machen uns auf den Rückweg. Die Zeit wird knapp. Am Anfang des Trails wieder angekommen entdecken wir zwei Blue Duiker. Die kleinen Antilopen knabbern an den kniehohen Büschen die hier wachsen. Wir machen noch einige Bilder.

47_13695_73

Die Wanderung hat länger gedauert als gedacht. Wir haben keine Lust mehr noch nach Port Elizabeth zu fahren. Kurzer Hand beschließen wir unseren Aufenthalt noch einen Tag zu verlängern. 

46_13314_374

Gegen Sonnenuntergang gehe ich noch ein paar Bilder machen. Elfi genießt die letzten Strahlen. Unser letzter Tag im Tsitsikamma Nationalpark klingt aus...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com