Hardap Dam - Anders als man denkt

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Der blaue Klaus ist gepackt - das ZImmer geräumt. Das letzte Erdnussbutter und Müsli - Frühstück verzehrt.

Bevor wir Windhoek verlassen fahren wir am Sparmarkt vorbei und kaufen noch einen Sack Eis, der in unserem Kühlschrank während das Auto abgeschaltet ist für die nötige Kälte sorgen soll. 

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Wir verlassen Windhoek und das Land wird wilder. Die B1 windet sich durch staubige und trockene Hügel Richtung Süden. Die ersten Tiere die wir zu Gesicht bekommen sind Paviane, gefolgt von Springböcken und einem Ichneumon. Wir fahren in den Ort Rehoboth an dessen Ende wir vor 5 Jahren in Richtung Sossusvlei abgebogen sind. Wir fahren diesmal geradeaus weiter. Die Strecke ist Neuland.

Wir passieren den Ort Kalkrand und biegen ab Richtung Hardap Dam. Mein Arm brennt von der Sonne die durch das Fenster scheint. 

Hardap Dam ist das Trinkwasserreservoire von Windhoek und Umgebung. Hier wird der Fishriver aufgestaut. Wir hatten mehr Grün erwartet. Es wächste zwar mehr um den Stausee, doch nicht so viel wie wir erwartet hätten. Wir stehen am Gate zum Park.

Aus dem kleinen Häuschen neben der Schranke kommt der Parkwächter. "Good evening. How are you ?", lächelte er aus einer überdimensionalen Sonnenbrille, "Fine and you ?", frage ich zurück. "Fine.". Ich erkläre ihm unser vorhaben und er lässt uns passieren. Wir sollen uns im Office des NWR (Namibian Wildlife Resorts) anmelden. 

Im Office selber die gewohnte Trennung zwischen Parkverwaltung und NRW. Bei der Parkverwaltung muss der Eintritt für den Nationalpark bezahlt werden und beim NRW die Unterkunft. Wir fragen nach den Öffnungszeiten des Parks und bekommen erklärt, dass der Park um 7 Uhr öffnet wir aber vielleicht schon um 6.30 Einfahren können, wenn der Parkwächter schon da ist. Um 17 Uhr muss der Park verlassen werden. Es ist ca 15 Uhr und wir beschießen dem Park noch einen kleinen Besuch abzustatten. Gleich hinter dem Parkeingang gibt es einen Ort Namens "Birds Paradise". Dort wollen wir heute noch hin. 

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Die Straßen im Park sind rough. Wenn man die ausgetrockneten Bäche durchquert wird es tiefsandig und in anderen Bereichen sehr grobsteinig bzw. löchrig. Jetzt bekommt man langsam das Outdoor - Feeling. Am Birds Paradise angekommen steigen wir aus. Ein kurzer Fussmarsch bringt uns an den See. Unzählige Marabous tummeln sich am Ufer und in der Entfernung treiben sich einige Löffler und Schlangenhalsvögel rum. Die Spuren im Sand zeigen das Rege treiben. Nashörner, Paviane und Schakale scheinen hier ihren Durst zu stillen und tatsächlich können wir in der Ferne einige Paviane und Warzenschweine ausmachen.

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Doch alles ist braun. Trotz des Wassers gedeiht hier keine übige Vegetation. Lediglich an der Brücke über den Fishriver gibt es Schilf. Hier sind auch viele Vögel zu beobachten.

Wir fahren zurück zum Campingplatz. Der Magen knurrt. Ein Ananas - Curry mit Nudeln und Ei behebt das Problem. Der Sonnenuntergang ist der Hammer und das Twighlight danach steht dem Sonnenuntergang in nichts nach. Ein schöner erster Tag geht im Dachzelt zu Ende.

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Bssssss. Bssssssss. Ein leises Summen geht durch das Zelt. Stechmücken - Alarm. Das betagte Zelt schein nicht ganz dicht zu sein. Wir checken noch ein paar Öffnungen. Die werden entsprechend versiegelt. Eine ruhige Nacht setzt ein nur durchbrochen vom heulen eines Schakals. Und ich wundere mich warum so wenige Menschen an einem so großen Campingplatz übernachten ...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com