Nach Swakopmund

88_25465_20

Hier ist der Schweizer Hof. Im Erdgeschoss das Cafe Anton und an den Treppen zu seinen Füßen verkaufen Afrikaner aus Holz geschnitzte Elefanten und Ketten aus Straußeneierschalen. Das ist Swakopmund. Angeblich die Stadt in der es die beste Schwarzwälder Kirschtorte Afrikas gibt.

Auch heute geht das Frühstück etwas länger als erwartet. Eigentlich wollten wir früh los, aber der Kaktusfeigenlikör von gestern Abend hat für einen tiefen Schlaf gesorgt. Irgendwie wollen sich die Augen noch nicht so öffnen.

Aber auch am Frühstückstisch gibt es wieder viel zu lachen. Wir verabschieden uns von Katrin und versprechen ihr nachher noch unsere Kontaktdaten an der Rezeption zu hinterlegen. Sie hat Reitstunde und muss schon los.

Wir räumen das letzte bisschen aus unserem Zimmer. Die Koffer sind schon im blauen Klaus und ich habe noch unsere Badetasche unter dem Arm als wir an der Rezeption aufschlagen. Wir erledigen die Bezahlung mit Johannes und ich lege die Tasche weg um Johannes, Silvio und Katrin unsere Email und Internetadresse aufzuschreiben. Dank dem Katursfeigenlikör steht sie vielleicht heute noch dort. Ich hab sie einfach vergessen. Somit steigen wir winkend in den blauen Klaus und biegen hinaus auf die Sandstraße in Richtung Swakopmund.

Auch auf dem Weg an die Küste machen wir Zwischenstop in Otjiwarongo. Tanken und Lebensmittel einkaufen. Danach passieren wir das Erongogebirge und nähern uns der Küste. Knapp 5 Stunden sind wir unterwegs bis wir in Swakopmund ankommen. Wir parken zufällig in der Nähe des Cafe Antons. Blöderweise gibt es auch hier Nussecken und Nougatringe. Wir müssen einen kleine Stop einfügen.

88_25464_19

Im inneren sieht es aus als wären wir in einem kleinen Cafe im Schwarzwald angekommen. Es gibt Kännchen Cafe und eine Kuchenzeile. Der einzige Stilbruch. Auf einem Stuhl liegt ein alter Afrikaner und schläft. Wir mampfen.

88_25470_25

Wir suchen uns ein Backpackers und beziehen unser Zimmer. Danach stapfen wir in Richtung Touristenmarkt. Stöbern ein bisschen und halten Ausschau nach Souvenirs. In Swakopmund gibt es angeblich die besten Buchhandlungen in Namibia. Wir besuchen sie alle. Stöbern in Bildbänden, Romanen und Sachbüchern bis sich der kleine Hunger wieder meldet.

Wir sind auf dem Weg zum Lighthouse, einem Restaurant am Strand, als wir einen Western - Salon passieren. Da steht irgend etwas von Frankfurt. Wir inspizieren die Speisekarte und gehen erstmal rein. Der Wirt kommt aus Sachsenhausen. Sehr gesprächig ist er nicht. Das Essen ist auch nicht besonders. Irgendwie scheinen wir nicht ganz willkommen zu sein. Als wir gekommen sind war der Salon noch leer, mittlerweile sind einige Leute da. Komischerweise scheint der Wirt mit den anderen wesentlich höflicher umzugehen. Dann bemerkt Elfi, dass in der Kneipe nur Männer sind. "Vielleicht ist das der Grund warum der Wirt so unhöflich ist. Wir haben uns eventuell in die falsche Kneipe gesetzt.", kommentiere ich ihre Bemerkung. Wir wissen es nicht, aber es ist auch egal. Wir sind schon wieder auf dem Weg in unser Backpackers. Morgen früh holt uns Desert Living Adventures ab. Wir machen eine Small Five Tour in die Wüste.

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com