Seekrankheit und Wale

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Das erste mal seit unserer Abreise klingelt der Wecker (das Handy). Nach dem Hygienecheck zieht es uns in den Frühstücksraum. Ein paar Eier, etwas Kaffee und Brot. Die Sedina liegt im Hafen von Lüderitz und wartet auf uns.

Der Kapitän mit langen schwarzen Haaren,die mit mehreren Haargummis zusammengebunden sind, empfängt uns freundlich. Aus seinem Bart kommen einige Witze über Bayern und wir als Hessen sind uns einig, dass sie witzig sind. 

Das Schiff sticht in See. Während ein Afrikaner das Segelboot steuert klappert der Kapitän alle Passagiere ab. Er beantwortet jedem seine Fragen und erklärt was er heute mit uns vor hat. Wir sind auf dem Weg nach Penguin Island. Dort lebt eine Kolonie Brillenpinguine. Unterwegs sehen wir ein paar Delphine und Robben. 

Als wir die Bucht von Lüderitz verlassen kündigen sich einige Wellen an. Der Wind pfeift. Wir sind gut eingepackt. Einige der Brecher sind höher als die Reeling selber, aber das Schiff manövriert gekonnt durch die Wellenberge. Elfi wird ruhiger.

Wir umrunden noch eine zweite Landzunge und die Wellen legen nochmals zu. Elfi hat es endgültig erwischt. Sie wird Seekrank. Mit einer Tüte bewaffnet hart sie der Dinge während ich das beste tue um sie aufzubauen.

Als wir an Penguin Island ankommen nehmen die Wellen ab. Ich nutze die Gelegenheit um einige Fotos zu machen.

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Auf der Insel leben die Brillenpinguine zwischen alten verfallenen Bauten aus einer lang vergangenen Zeit. Kormorane besetzen die verrotteten Stege während schwarze Austernfischer die Felsen nach fressbaren absuchen.

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Wir verlassen die Insel. Die Wellen steigen wieder am. Kurz um. Elfis Frühstück war umsonst. Auf dem Weg zurück treffen wir noch einen Buckelwal. Normalerweise sind hier Wale zu dieser Jahreszeit selten, aber dieser weilt hier schon seit 2 Wochen. Ein zweiter wurde eine Woche vorher in der Nähe an Land gespült. Jede Hilfe kam zu spät. Der Buckelwal taucht einige Male neben dem Boot auf und ich kann einige schöne Bilder machen. Trotzdem habe ich immernoch ein Auge bei Elfi die zusammengekauert in der Ecke hockt. Die Bilder will sie aber heute Abend noch sehen.

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Auf dem Rückweg in den Hafen fallen mir die Boote auf, die schon gestern im Hafen lagen. Ich dachte erst es wären Fischerboote die auf Grund von Fangbeschränkungen im Hafen liegen bleiben müssen. Aber Hr. Hälbich hatte uns aufgeklärt das dies Diamantenschiffe sind. Die Fischerei läuft momentan gut, aber die Diamantensuche stagniert. Normalerweise suchen die Schiffe mit großen "Staubsaugern" den Boden nach den Edelsteinen ab.

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Im Hafen angekommen warten wir noch darauf das Elfis Kreislauf mit eintrifft. Der Rest des Tages schieben wir einen "Faulen Lenz".

Morgen bringen wir den "Blauen Klaus" zu Plietz und besuchen danach mit William Kolmanskuppe - die alte Geisterstadt. 

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com