Über den Wolken ...

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Wir wissen das wir 7 kilo Übergepäck haben, aber die Mitarbeitern der Air Nambia lächelt uns an, drückt uns die Boardingpässe in die Hand, verabschiedet sich freundlich und wir verlassen die Schlange der wartenden Passagiere ohne auch nur einen Cent Aufschlag zahlen zu müssen. Von den gesparten 155 Euro Gepäckaufschlag gönnen wir uns großzügig ein McFlurry Magnum Mandel und entspannen auf der Besucherterrasse des Terminal 2 in Frankfurt am Main.

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Die Spannung der letzten Tage löst sich. Mit den Boardingpässen betreten wir den A 340 Flieger. Freundlich weisen uns die Stewardessen in Richtung unserer Sitzplätze. Gepäck verstaut, Platzgenommen, Abgehoben und wir sind Airborne, wie die Piloten das nennen.

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Kurze Zeit später tummeln sich drei Eiswürfel in meinem Amarula. Essen und entspannen, einen kleinen Film genießen bevor die Augen langsam schwerer werden. Zugegeben - es gab ein paar unschöne Luftlöcher, aber ansonsten war der Flug herrlich unspektakulär, obwohl wir da noch nicht wussten, dass einige Meter unter uns eine unserer Shampoo - Flaschen sich dem Druck des Reisen nicht gewachsen fühlte, und sich in den Fön übergeben hatte.

Das Orakel von wetter.com hatte für Windhoek regen gemeldet, aber beim Aussteigen strafte, ein in der blauen Stunde leuchtender Himmel, die Meterologen lügen. Der Himmel über Namibia ist mindestens genauso schön wie das Land selber.

Im Airport - Taxi zu unserem Mietwagenverleiher treffen wir auf einen Berliner der schon das 20. mal nach Namibia reist. Von ihm bekommen wir noch ein paar wertvolle Tips. Wir lernen wo man am besten den Käse im Auto versteckt, wenn man nach Botswana einreist, genauso wie die Wichtigkeit, ein Bild von sich und dem namibischen Präsidenten dabei zu haben um dem namibischen Zoll davon zu überzeugen das die Mitbringsel Geschenke an den Präsidenten sind (funktioniert allerdings nur bei der Einreise).

Bei Kalahari Car Hire nehmen wir unseren Toyota HiLux in empfang. Das Auto strahlt einiges an Erfahrung aus und wirkt trotzdem in seinem zarten Babyblau noch frisch und abenteuerlustig. Wir taufen ihn den "Blauen Klaus" und hoffen das Beste.

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Im Linksverkehr geht es zur Chameleon Backpackers Lodge. Hier treffen sich anscheinend die Weltenbummler. Der aufgebockte Bus, der rechts neben Klaus parkt trägt ein Essener Nummernschild. Der Fahrer erzählt uns das er an der Westküste Afrikas von Deutschland nach Kapstadt unterwegs ist um dann an der Ostküste wieder zurück zu fahren. Dagegen ist unser 90 Tage Trip ein Kurzurlaub. Links neben Klaus ein Motorrad das anscheinend schon alle Wüsten dieser Erde gesehen hat. Auf der Alukiste am Heck steht "von Australien über Kapstadt nach Mexiko oder nichts". Ich fühle mich herrlich normal und gut aufgehoben.

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Der Rest des Tages besteht aus Wörtern wie Sonnenbrand, Einkaufen, kaputte Tankanzeige. Wegen der kaputten Tankanzeige fahren wir morgen zurück zu Kalahari Car Hire. Klaus braucht seine erste Inspektion. Aber davon mehr beim nächsten mal ...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com