Upington, Kgalagadi und ein Hund mit großen Ohren

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Wir verlassen die Lodge. Beim Beladen des blauen Klaus treffen wir auf den Hund mit den wahrscheinlich größten Ohren der Welt. Elfi hat ihn sofort in ihr Herz geschlossen. Als wir den Hof der Lodge verlassen schaue ich noch einmal in den Rückspiegel ob der Hund noch da ist. Nicht das Elfi ihn eingepackt hat. Bis auf die Ohren ist er schön kompakt.

Wir fahren ein Stück die Strecke von gestern zurück. Upington ist unser erster Stop. Wir füllen den Proviant auf und gehen Frühstücken. Eigentlich wollten wir ins Internet Cafe, aber das hat geschlossen.

Gleich hinter Upington biegen wir auf die N10, dann auf die R360 und fahren immer weiter in Richtung Norden. Wir passieren einige Salzpfannen. Für Naturfreunde ist die Strecke ein kraus. Alle 500 Meter ein überfahrenes Tier. Meistens sind es Löffelhunde oder Eulen. Löffelhunde verlassen sich ziemlich lange auf ihre Tarnung. Wir gehen davon aus, dass genau dies der Grund ist warum sie hier so zahlreich in den Asphalt beissen müssen. Immer öfters stehen auch kleine San - Hütten (Buschmänner) am Straßenrand. Kinder stehen hier in traditionellen Kleidern und verdienen sich ein paar Rand an den Touristen. 

Wir waren wiedermal lange auf der Straße, aber sind nun im Twee Rivieren Camp angekommen. Wir besorgen uns die Schlüssel zu unserem Chalet und packen erstmal aus. 

Die Kgalagadi Transfrontier Park besteht auf der südafrikanischen Seite eigentlich nur aus zwei Flüssen die man entlang fahren kann. Das eine ist der Auob, das andere der Nossob. Der Auob führt ungefähr alle 11 Jahre mal Wasser und der Nossob zweimal in 100 Jahren. 

Im Park muss man den Reifendruck auf 1.6 Bar senken und Fahrzeuge mit Allrad müssen auch wirklich Allrad fahren. Wirklich nötig ist das allerdings nicht. Es dient nur dazu, dass die Straßen weniger geschädigt werden. 

Mit unserer Reifenpumpe lassen wir den Druck aus den Reifen, denn wir wollen heute noch eine kleine Tour machen. Die vorderen Räder werden mit dem Lock eingehängt. Wir schalten den Allrad an. Elfi fährt. Ich checke die Kameras.

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Wir wetten welche Tiere wir zu erst sehen werden. Elfi setzt auf Springbock ich setze auf Schakal. Noch während ich mir überlege wie doof es ist auf Schakal zu wetten, rettet mir eine Herde Oryx den kragen. Oryxe gibt es hier wie Sand am mehr. Die "Jungs" sind sehr gut an die Wüste angepasst. 

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Wir fahren ein ganzes Stück den Auob hoch. Gnus, Springböke und Oryxe weiden an dem Gras das aus dem roten Sand spriesst. Zwischendurch treffen wir auf Schabrackenschakale, Mangusten und Borstenhörnchen. 

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Es gibt hier viele verschiedene Vogelarten. Wir beobachten einen Sekretär bei der Jagd. Der große Vogel tritt seine Beute erst Tot bevor er sie herunterschlingt. Wir können nicht erkennen was er fängt, aber es sind momentan keine Schlangen. Eher Mäuse oder kleine Echsen.

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Auch die imposanten Riesentrappen sind hier wieder zahlreich vertreten. Sie sind die größten flugfähigen Vögel überhaupt. Aber meistens sieht man sie auf dem Boden.

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Es wird Zeit den Rückweg anzutreten. Das Gate schliesst bald. Im Rückspiegel können wir noch sehen wie die Sonne untergeht und den Park in ein unbeschreibliches Licht taucht. Das müssen wir Morgen auch noch mit auf die Speicherkarte bringen...

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com