Von Maun nach Kasane

Wir hatten uns schon gefragt wie es sein kann das da nie etwas passiert. Drei tote Kühe liegen auf der Straße. Der LKW ist rechts vorne total hinüber. Die Splitter vom dem was einmal das Fernlicht war hängen an verflochtenen Kabeln auf die Straße. Am Seitenstreifen steht ein Jeep. Dahinter ein Krankenwagen. Wir können nur vermuten was passiert ist. Der LKW muss die Kühe erwischt haben und der Jeep scheint in die Büsche ausgewichen zu sein. Wir sind auf dem Weg nach Kasane. Der Stadt in den Chobe Nationalpark.

Der Tag fing schon kurios an. Als wir Maun verliessen sehen wir einen toten Esel am Straßenrand. Ein Hund feiert sein Festmahl. Mit seinem Kopf hängt er im Esel. Wie seine wilden Kollegen. Die Menschen die an der Straße entlang laufen scheint das nicht zu interessieren. Das hatten wir noch nicht gesehen.

Die Straße in Richtung Nata ist sehr gut. Wir fahren durch Nationalparks. Meistens geradeaus. Außer dem Unfall mit den Kühen kommen wir gut voran. In Nata wird getankt.

Nach Nata geht die Straße in Richtung Norden. Wir wechseln uns ab. Elfi fährt jetzt. Die Straße wird schlechter. Jetzt steht ein Schild an der Straße, "Für 130 km Baustelle". Die Straße wird komplett neu gemacht. Ab hier ist 80 km/h angesagt. Wir fahren in einem langsamen Trott. In Gedanken versunken geht es Kilometer für Kilometer nach Norden.

Weit vor uns fangen die Bäume an zu wackeln. Wir erkennen die Gefahr sofort. Erst der Rüssel, dann die Ohren, danach steht der Elefant auf der Straße. Doch noch bevor wir an der Stelle sind hastet er mit aufgestellten Ohren sichtlich nervös in die Büsche auf der anderen Straßenseite. Hier im Norden von Botswana leben die Elefanten noch so frei wie die Rotkelchen in unseren Gärten. Sie ziehen von Simbabwe durch Botswana bis nach Namibia. 

Kurz vor Kasane biegen wir auf eine Sandstraße ein. Elfi macht den 4x4 an. Ich gehe raus und "lock" die Räder. Tiefsand ist angesagt.

Das ist eine arme Gegend. Menschen leben in unwürdigen Behausungen. Kinder spielen in den vermüllten Höfen. Ein Herde Kühe kreuzt die Straße. Die letzte von ihnen ist ein Bild des Grauens. Sie schleppt sich den anderen hinterher. Gedärme hängen aus ihrem Bauch.

Noch am Campingplatz grübeln wir darüber nach was mit der Kuh wohl geschehen war. Aber es hätte alles sein können. Hier gibt es genug Rinderseuchen - sogar frei lebende Löwen.

In der Nacht whoopen wieder die Hyänen. Frisch geduscht liegen wir in unseren Schlafsäcken. Hier oben wird es wirklich wilder. Nicht nur das Land oder die Tiere auch unter den Menschen...

P.S. Klaus lässt ausrichten, dass gestern seine Zulassung abgelaufen ist. 

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com