Wir jagen Wilderer

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Silvio ist der Wildhüter auf Kambaku. Katrin hatte uns erzählt das sie letzte Woche mit ihm nach Spuren von Wilderern gesucht hatte. Heute nimmt er uns mit raus.

Wir sind mit Silvio verabredet. Er möchte in einem Teil von Kambaku nach Spuren von Wilderern suchen. Doch bevor wir losfahren zeigt er uns was wir suchen. In einer kleinen Ecke hinter der Lodge liegt ein Haufen Metall. Da sind Fussfallen, Schlingen, Metall- und Holzspeere. "Die Mittel der Wilderer sind primitiv. Die Tiere verenden in der Regel elendig.", erzählt uns Silvio. Wir ziehen los.

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Weit gefahren sind wir nicht als Silvio anhält. Er gibt uns noch eine Sicherheitseinweisung, dann gehen wir ins Gelände. Silvio mit dem Gewehr voran.

Wir suchen nach jeglicher Spur. Metallteile, Schlachtplätze, Flaschen, Knochen, Tierteile und Markierungen die den Wilderern dienen können.

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Es dauert nicht lange, da werden wir fündig. Wir finden das Bein einer Antilope. Am Knochen sind Kratz und Schneidespuren. Das war kein Tier. Hier wurden Werkzeuge benutzt. Danach geht es immer schneller. Ein Schädel, ein Skelett in einem Baum, und ein Baum mit einer Einkerbung von einer Drahtschlinge. Die Spuren werden immer mehr.

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Auf einmal finden wir Äste quer in den Bäumen. "Das ist ein Schlachtplatz. Hier an den Ästen haben sie das Fleisch zum Trocknen aufgehängt. Wenn es trocken ist, dann können sie es einfacher abtransportieren.", erklärt Silvio während wir uns umschauen. Wir finden sogar eine Flasche Schnaps, aber alles schon älter. Keine neuen Aktivitäten, keine scharfen Fallen. Gute und schlechte Nachrichten zugleich. Die Wilderer nutzen das Fleisch nicht für sich selbst. Sie machen daraus einen kleinen Nebenverdienst. Für den Eigengebrauch sind es zu viele Tiere. Manchmal finden sie dutzende von Schädeln.

Mit einem komischen Gefühl im Bauch treffen wir in der Lodge ein. Die Tour war super interessant und wir haben einiges gelernt, aber natürlich macht so etwas auch nachdenklich. Silvio hatte auch von seinen Zeiten im Krüger Nationalpark erzählt. Dort ist Wilderei Krieg. Elfenbeinjäger fliegen mit Hubschraubern in den Park, töten Elefanten mit Maschinengewehren und transportieren die Stoßzähne binnen 24 Stunden ausser Landes. Dort kann man keine Touristen mitnehmen. Hier auf Kambaku ist das nicht wirklich gefährlich.

Wir treffen Katrin zum Lunch. Plaudern und erzählen unsere Erlebnisse. Danach ist Elfi wieder mit dem Pferd unterwegs. Ich schreibe noch Berichte. Wir haben uns zu Ende des Ausrittes verabredet. Ich möchte noch ein paar Bilder von Elfi auf dem Pferd in der Savanne machen. Silvio fährt mich zum verabredeten Treffpunkt.

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Wir warten auf die Gruppe. Am Horizont tauchen zwischen den Büschen einige Schatten auf. Sie kommen näher. Ich mache ein paar Bilder. Nach wenigen Minuten "Fotoshooting" reiten die Fünf weiter. Wir treffen uns später an den Ställen.

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Auch heute Abend wird das Dinner wieder lustig. Das eine oder andere Glas Wein findet seinen Abnehmer....

Elfi & Andy auf Africatour - http://africatour.ankimo.net - ankimo1@googlemail.com